Meldung vom 22.01.2026
Medieninformation 2026. Als das Wiener Rösthaus im Wiener Prater (
Straße des Ersten Mai 80), im Jahr 2013 gegründet wurde, war die Idee, in Wien eine handwerkliche Rösterei aufzubauen, zugleich kühn und naheliegend. Kühn, weil die Stadt zwar eine starke Kaffeehauskultur hat – aber kaum noch handwerklich röstet. Naheliegend, weil Wien mit der „Wiener Röstung“ eine Tradition besitzt, die in Europa einzigartig ist und doch drohte, leiser zu werden. „Für uns ist Kaffee kein Produkt, sondern ein kulturelles Erbe – eines, das im Duft und in der Tiefe des Aromas ebenso spürbar ist wie in der Geschichte, die es umgibt. Wir sind davon überzeugt, dass wirklich guter Kaffee nur dort entsteht, wo Menschen mit Hingabe arbeiten“, sagt Silvia
Maino, Geschäftsführerin des Wiener Rösthauses im Wiener Prater. Gemeinsam mit Helmut Brem (Marketingleitung) wurde ein Unternehmen aufgebaut, das heute zu den feinfühligsten und charaktervollsten Röstereien des Landes gehört.
Doch schön der Reihe nach: Die Grundlage für dieses Projekt liegt in der Ausbildung von Silvia Maino, die das Handwerk bei Professor Edelbauer erlernte. Er gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im österreichischen Kaffeehandwerk, als jemand, der nicht nur die Wiener Rösttradition gepflegt, sondern sie wissenschaftlich fundiert hat. Unter seiner Anleitung entwickelte die erfolgreiche Unternehmerin ein Verständnis für Kaffee, das weit über technische Abläufe hinausgeht. Es ist ein Wissen, das sich aus genauen Beobachtungen, sensorischer Schulung und einem tiefen Respekt für die Rohware speist.
Vom Rohkaffee zur Wiener SeeleWer die Rösterei im Wiener Prater besucht, merkt sofort: Hier ist kein anonymer Produktionsbetrieb, sondern ein Ort des Handwerks entstanden. Das Wiener Rösthaus verarbeitet im Jahr rund 15 bis 20 Tonnen Kaffee – eine Menge, die bewusst gewählt ist. Jede Bohne, die hier ankommt, wird geprüft, verkostet und mit einem Röstprofil versehen, das ihrer Herkunft und Struktur gerecht wird. „Verarbeitet werden ausschließlich Arabica-Bohnen von höchster Qualität. Jede Sorte wird sortenrein geröstet, um ihr charakteristisches Aromaprofil zu bewahren“, ergänzt
Brem. Arabica gilt als die edelste Kaffeepflanze der Welt – bekannt für ihre feine Säure, ihre natürliche Süße und ihre aromatische Komplexität. Das Portfolio beinhaltet Rohkaffee-Sorten aus Äthiopien, Kolumbien und Brasilien, aber auch auf besondere Ursprünge wie Bali, Thailand oder die Dominikanische Republik. Bezogen werden die Bohnen über langjährige Partner in Italien, Deutschland und den Niederlanden, während die besonderen Kleinchargen in direkter Beziehung zu Produzent:innen stehen. Dazu gehören Farmen und Kooperativen in Peru, Guatemala, Thailand und Bali, deren Rohkaffees oft nur in kleinen Mengen verfügbar sind.Die Röstung selbst folgt der traditionellen Wiener Röstung, die sich durch Langsamkeit und Präzision auszeichnet. Die Bohnen werden 13 bis 17 Minuten geröstet, abhängig von Größe, Feuchtigkeit und Varietät.
Microlots als Ausdruck des BesonderenBesonders deutlich wird die Philosophie des Hauses in den Microlots, jenen streng limitierten Kaffees aus klar abgegrenzten Parzellen. Sie entstehen dort, wo Boden, Klima, Varietät und Erntejahr in außergewöhnlicher Weise zusammenwirken. Diese Bohnen werden oft in Handarbeit selektiert und stehen nur in wenigen Säcken zur Verfügung. Für das Wiener Rösthaus sind sie keine Prestigeobjekte, sondern Beispiele dafür, wie differenziert Kaffee schmecken kann, wenn er unverfälscht bleibt. Das Sortiment umfasst je nach Saison rund zwölf Standardsorten, etwa acht Spezialitäten und sechs bis acht Microlots, die meist rasch vergriffen sind. Und genau diese Haltung spiegelt sich nicht nur im Sortiment, sondern auch im Raum und im Umgang mit der Kaffeekultur wider.
In einer Stadt, die wie kaum eine andere vom Kaffee geprägt ist, hat das Wiener Rösthaus einen Platz geschaffen, der diese Kultur nicht museal versteht, sondern lebendig, nahbar und zeitgemäß.
Maino: „Die Bohnen gibt es zum Mitnehmen, den Kaffee zum Genießen bei uns. So bleibt die Kaffeekultur nicht nur Theorie, sondern direkt vor Ort wird erlebbar.”
Zahlen und Fakten – Wiener Rösthaus:
- Jahresproduktion: 15–20 Tonnen Rohkaffee, ausschließlich Arabica, sorgfältig sortenrein verarbeitet
- Röstverfahren: traditionelle Wiener Langzeitröstung, zwischen 13–17 Minuten
- Sortiment: ca. 12 Standardsorten, die klassische Kaffeemomente abdecken
- Microlots: 6–8 streng limitierte Kleinchargen pro Jahr
- Rohbohnen-Herkunft: circa 45 Ursprungsländer weltweit
- Direkte Produzentenbeziehungen: Farmen und Kooperativen in Peru, Guatemala, Thailand und Bali, mit langfristigem, transparentem Austausch
- Importpartner: Deutschland, Italien, Niederlande für Standardkaffees
- Verpackung: recycelbare und kompostierbare Materialien
- Energieverbrauch: energieeffiziente Röstverfahren und kontrollierte Rösttemperaturen für minimalen Ressourcenverbrauch
- Geschäftsführung: Silvia Maino (Geschäftsführerin, Röstmeisterin), Helmut Brem (Marketing & Vertrieb)
Standort / Adresse: Straße des Ersten Mai 80, 1020 Wien
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag: 9:00 – 17:00 Uhr
Mehr Informationen zum
Wiener Rösthaus unter:
www.wienerroesthaus.at